Dr.G.Schmidt, MEI Heidelberg/ sysTelios-Klinik Siedelsbrunn

Alle unsere Erfahrungen mit Kompetenz-und Ressourcen-fokussierenden Haltungen und Methoden in Psychotherapie, Coaching, Beratung und Organisationsentwicklung zeigen, dass Menschen über ein enormes Potenzial in ihrem Erlebnis:- und Erfahrungs-Repertoire verfügen. Psychotherapie hat dann die Verpflichtung, alle Maßnahmen darauf abzustellen, dass dieses Potenzial für das Wohl der Betroffenen aktiviert werden kann. Dafür muss die Aufmerksamkeit zentral auf alle Erlebnismuster gerichtet werden, die Teil dieser Kompetenzen sind, denn Erleben wird erzeugt durch Fokussierung von Aufmerksamkeit mit allen Sinnen. Dazu gehört aber auch, dass Symptome und Probleme übersetzt und verstanden werden können nicht als „negativ“, sondern als Lösungsversuche für Bedürfnisse, die entwickelt wurden in Kontexten, in denen keine anderen Lösungsstrategien zur Verfügung standen. In diesem Sinne enthalten auch Symptome und Probleme wertvolle Informationen über Kompetenzen und Bedürfnisse, die in eine optimale, ganzheitliche Lösung konstruktiv integriert werden sollten. Statt Pathologisierung muss deshalb Kompetenz-fokussierende Übersetzung und Nutzung auch dieser Prozesse beachtet werden. Und damit Menschen ihre wertvollen Potenziale entfalten können, muss der Kontext, in dem sie leben, eine ermutigende, achtungsvolle und fördernde Umwelt werden. Deshalb muss sich Psychotherapie/Beratung auch sozial engagieren, um in Familien, Teams, Organisationen und der ganzen Gesellschaft zu einer Kultur wechselseitiger Achtung für Unterschiedlichkeit und ko-existenzieller Kooperation beizutragen.


Dr. G.Schmidt

Veranstaltung mit Dr. Schmidt: Kurz-Curriculum „Hypnosystemische Konzepte für Coaching, Team- und Organisationsentwicklung und Supervision“

 

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