Mitten in Europa, gerade in Wien, rechnet Martin Seligman noch einmal hart mit der vergangenheitsbezogenen Psychologie ab: Es gibt kaum empirische Evidenz, die uns überzeugen kann, dass das Verhalten eines Erwachsenen durch ungelöste Konflikte aus seiner Kindheit bestimmt wird. Damit legen Seligman und Kollegen die Vergangenheit nicht ad acta, sondern bereiten auf bahnbrechende Art und Weise ein neues wissenschaftliches Paradigma vor: Der Mensch ist geleitet von seinen Erwartungen über die Zukunft. Wir brauchen also einen neuen Umgang mit unserer Vergangenheit.

Die Antwort darauf liefert die Neurowissenschaft. Es gibt die Gehirnregion für Prospektion, das sog. Default-Netzwerk, das mit dem episodischen Gedächtnis verbunden ist. Chandra Sripada, der prominente amerikanische Neurowissenschaftler, liefert die Belege dafür. Das Default-Netzwerk – auch in entspannten Zuständen aktiv – ist der „Ort“, wo wir uns mit dem Ausmalen zukünftiger Ereignisse
beschäftigen.

Das „Prospektive Gehirn“ ermöglicht es uns daher, verlässlich dorthin zu kommen, wohin wir alle wollen: in eine positive, lebenswerte Zukunft. Prospektive Psychologie ist nicht nur ein neues wissenschaftliches Paradigma. Sie wird auch sehr stark in der praktischen psychologischen Arbeit, in Therapie, Erziehung und Coaching Anwendung finden. Empfehlenswert nicht nur für Trainer-
Innen, PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, ÄrztInnen, Lebens und SozialberaterInnen, Erzieher- Innen, LehrerInnen, sondern auch für alle, die mehr Interesse an der Gestaltung der Zukunft haben als
nur an der Bewältigung der Vergangenheit.


Weiteres Highlight: Die Oxford Press hat extra für Wien den Erscheinungstermin des neues Buches von Martin Seligman, Peter Railton, Roy Baumeister und Chandra Sripada „Homo Prospectus“ vorvergelegt. Beim Kongress wird das lang erwartete Werk präsentiert und von den Autoren signiert.

Die Anmeldung finden Sie hier!

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